Alarmierung
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Unsere Rettungshundestaffel

Mantrailer

Wir bilden in unserer Staffel seit 2013 eine spezielle Art von Rettungshunden - die sogenannten Mantrailer - zusammen mit ihren jeweiligen Hundeführern aus. Ein Rettungshundeteam besteht aus einem Hund (auch Personensuchhund genannt) und einem Hundeführer. Unsere Aufgabe ist es, vermisste Menschen in dicht besiedeltem Gebiet und in Innenstädten zu suchen. Der Hund folgt dabei einer ganz bestimmten menschlichen Spur, deren Geruch er vorher über einen Gegenstand dieser Person aufgenommen hat. Am letzten bekannten Aufenthaltsort des Vermissten beginnt der Hund, die Spur zu verfolgen.

Trailen in der U-Bahn

Dabei muss er diesen Individualgeruch nicht nur aus den Gerüchen anderer Personen herausfiltern, sondern auch zwischen alten und neuen Spuren der zu suchenden Person unterscheiden, da die Suche zumeist in Wohnungsnähe des Vermissten beginnt. Der Hund muss einen Spurabbruch erkennen und dem Hundeführer anzeigen können, wie zum Beispiel, wenn die Person in ein Auto gestiegen ist. Der Hund muss unter hoher Ablenkung arbeiten können (z.B. in einem Einkaufszentrum), in Gegenden, wo es viel Verwirbelung gibt (z.B. an viel befahrenen Straßen oder Bahngleisen), er muss verschiedene Spuralter kennen (von frisch über mehrere Stunden alt bis hin zu zwei Wochen alten Spuren). Der Hund muss immer der frischesten Spur der vermissten Person folgen, was besonders dann schwierig ist, wenn die Suche in einem Gebiet stattfindet, das von dem Vermissten stark kontaminiert ist (z.B. im Wohnumfeld). Der Hund darf sich nicht von Umwelteindrücken bei der Suche beeinflussen lassen.

Die Ausbildung eines Rettungshundeteams ist sehr langwierig, sie dauert in der Regel drei bis fünf Jahre. Im Laufe der Ausbildung wachsen Hundeführer und Hund zu einem funktionierenden Team zusammen.

Prüfungen

Bevor ein Rettungshundeteam in den Einsatz gehen kann, muss es auf die Einsatzfähigkeit hin geprüft werden. Im Laufe der Ausbildung müssen die angehenden Rettungshundeteams ihre Leistungen daher über ein gestaffeltes Prüfungssystem unter Beweis stellen (vier Prüfungsstufen, darunter eine Negativprüfung).

Sind so ausreichende Fähigkeiten nachgewiesen worden und ist damit eine Grundeinsatzfähigkeit erreicht worden, gibt es Spezialisierungsprüfungen in den Bereichen "Gelände", "Stadt" und "Indoor/Abgangssuche". Ein Rettungshundeteam sollte mindestens eine dieser Spezialisierungen erlangen. Außerdem müssen die einzelnen Rettungshundeteams als Teil des Einsatzteams regelmäßig an Einsatzübungen teilnehmen. Die Überprüfung der Einsatzfähigkeit muss spätenstens nach 24 Monaten wiederholt werden.

Einsätze

Unser Anliegen ist es, Rettungshundeteams für Einsätze auszubilden. Einen Menschen aus lebensbedrohlicher Lage zu retten, ist nicht nur eine Einzelleistung eines Hundeführer-Hund-Teams (Rettungshundeteam), sondern eine Leistung des gesamten Einsatzteams. Im Einsatzfall muss von der Einsatzleitung entschieden werden, welcher Hund an welcher Stelle und wie lange eingesetzt werden soll, um die Suche möglichst effektiv und letztendlich erfolgreich zu gestalten. Mantrailing ist eine Suchdisziplin, bei der einerseits die individuellen Fähigkeiten der Hunde und andererseits deren richtige Einsatz wichtig sind.

Alle am Einsatz beteiligten Personen (Hundeführer und Helfer) haben eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert.

Unsere Staffel kann von Hilfsorganisationen und Dienststellen, aber auch von Privatpersonen für Einsätze angefordert werden.

Arbeit im Team

Unser Ziel ist es, Menschen aus Notlagen zu retten. Dies können wir nur im Team erreichen. Wir müssen uns aufeinander und auf unsere Hunde verlassen können. Deshalb hat bei uns der partnerschaftliche und respektvolle Umgang miteinander und der gewaltfreie Umgang mit unseren Hunden eine hohe Priorität. Wir behandeln unsere Hunde nicht wie Sportgegenstände, die zu funktionieren haben, sondern wie fühlende Wesen, die eine extrem schwierige Aufgabe mit uns zusammen bewältigen und dafür unseren Respekt verdienen.

Zur Zeit besteht unsere Staffel aus acht Rettungshundeteams (davon eins einsatzfähig) und drei Einsatzhelfern bzw. der Einsatzleitung. Wir arbeiten alle ehrenamtlich und verbringen einen großen Teil unserer Freizeit mit unserer Ausbildung und der unserer Hunde.

Arbeiten im Team

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